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Rechtsanwältin Astrid Hilgemann
Rechtsanwältin Astrid Hilgemann ist auf die Beratung und Vertretung auf dem Gebiet
des gewerblichen Rechtsschutzes, hier insbesondere im Wettbewerbsrecht, Urheberrecht und Markenrecht,
spezialisiert.
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Rechtsanwalt Michael Plüschke
Die Anwaltskanzlei ist auf die verschiedenen Teilbereiche des
gewerblichen Rechtsschutzes spezialisiert.
Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt
im Marken- und Designschutz, dem Urheberrecht und
dem wettbewerbsrechlichen
Leistungsschutz. |
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Die Der EuGH versteht die
Wechselbeziehung aller drei Faktoren als Implikation des Gebots umfassender
Beurteilung und erläutert sie beispielhaft dahingehend, daß ein geringerer
Grad an Waren/Dienstleistungsähnlichkeit durch einen höheren Grad der
Zeichenähnlichkeit ausgeglichen werden könne und umgekehrt (EuGH GRUR Int.
2000, 899 - Marca/Adidas, Tz. 40; EuGH WRP 1999, 806 - Lloyd, Tz. 19; EuGH
GRUR 1998, 922 - Canon, Tz. 17), insbesondere wenn auch noch die
Kennzeichnungskraft der älteren Marke hoch ist (EuGH GRUR Int. 2000, 899 -
Marca/Adidas, Tz. 40; EuGH WRP 1999, 806 - Lloyd, Tz. 21; EuGH GRUR 1998,
922 - Canon, Tz. 19). Der BGH hat diesen Zusammenhang in praktisch allen
neueren Entscheidungen zum Obersatz seiner Prüfung der markenrechtlichen
Verwechslungsgefahr gemacht (zB BGH GRUR 2002, 1067, 1068 - DKV/OKV; BGH
GRUR 2002, 809, 811 - FRÜHSTÜCKS-DRINK I; BGH GRUR 2002, 814, 815 -
Festspielhaus; BGH WRP 2002, 537, 539 - BANK 24; BGH WRP 2002, 534, 535 -
BIG; BGH GRUR 2002, 626, 627 - IMS; BGH GRUR 2002, 342, 343 - ASTRA/ESTRA-PUREN;
BGH GRUR 2002, 167, 169 - Bit/Bud; BGH GRUR 2002, 171, 173 - Marlboro-Dach;
BGH GRUR 2002, 65, 67 - Ichthyol; BGH GRUR 2001, 1159/1160 - Dorf
MÜNSTERLAND; BGH GRUR 2001, 507, 508 - EVIAN/REVIAN; BGH GRUR 2001, 158, 160
- Drei-Streifen-Kennzeichnung; BGH GRUR 2001, 164, 165 - Wintergarten; BGH
GRUR 2000, 886, 887 - Bayer/BeiChem; BGH GRUR 2000, 1028, 1030 - Ballermann;
BGH GRUR 2000, 1031 - Carl Link; BGH GRUR 2000, 1040, 1042 - FRENORM/FRENON;
BGH GRUR 2000, 506, 508 - ATTACHE/TISSERAND; BGH GRUR 2000, 890, 891 -
IMMUNINE/IMUKIN; BGH GRUR 2000, 875, 876 - Davidoff; BGH GRUR 2000, 883, 884
- PAPPAGALLO; BGH GRUR 2000, 603, 604 - Ketof/ETOP; BGH GRUR 2000, 605, 606
- comtes/ComTel; BGH GRUR 2000, 888, 889 - MAG-LITE; BGH GRUR 2000, 608, 610
- ARD-1; BGH GRUR 1999, 995, 997 - HONKA; BGH GRUR 1999, 735, 736 - MONOFLAM/POLYFLAM;
BGH GRUR 1999, 496, 497 - TIFFANY; BGH GRUR 1999, 245, 246 - LIBERO)
Dieser vom BGH bereits vor dem EuGH angenommene und auch als
„Wechselwirkung“ bezeichnete Grundsatz (zB BGH GRUR 1997, 221 - Canon; BGH
GRUR 1996, 198, 199 - Springende Raubkatze) war für das deutsche Markenrecht
hinsichtlich der Einbeziehung auch der Waren/Dienstleistungsähnlichkeit neu
(BGH GRUR 1995, 216, 219 - Oxygenol II; zur Berücksichtigung der
Warennähe/Warenferne iRd § 31 WZG s. unten Rdn. 448). Umstritten war
zunächst, ob der Grad der Waren/Dienstleistungsähnlichkeit losgelöst vom
konkreten Kollisionsfall zu bestimmen und die Wechselbeziehung zu
Zeichenähnlichkeit und Kennzeichnungskraft erst im Rahmen der
Gesamtwürdigung zu berücksichtigen ist (absoluter Ähnlichkeitsbegriff) oder
diese beiden Faktoren schon die Bestimmung des Grades der
Waren/Dienstleistungsähnlichkeit beeinflussen (relativer
Ähnlichkeitsbegriff). Dazu unten Rdn. 414 ff
Die demgegenüber unstreitige Folge der Wechselbeziehung bei Warenidentität
einschließlich hochgradiger Warenähnlichkeit ist in der deutschen Rspr. auch
in einer Art Abstandslehre dahingehend zum Ausdruck gebracht worden, daß ein
wesentlich deutlicherer Abstand der Zeichen selbst erforderlich sei, um
Verwechslungsgefahren auszuschließen, als bei einem geringeren Grad der
Warenähnlichkeit (zB BGH GRUR 1998, 934, 937 - Wunderbaum: „merkbarer
Abstand“; vgl. auch BGH GRUR 1998, 1014 - ECCO II: „strenge Maßstäbe“,
ebenso BGH GRUR 1999, 241, 243 - Lions). Im Sinne einer Abstandslehre
veranschaulicht werden kann auch die zweite wichtige, grdsl. unstreitige
Wechselbeziehung in Form des grundlegenden Einflusses der
Kennzeichnungskraft der geschützten Marke auf den zum sicheren Ausschluß von
Verwechslungsgefahren erforderlichen Zeichen- und/oder
Waren/Dienstleistungsabstand; dazu ausf. unten Rdn. 320 ff. Treffen
Warenidentität und überdurchschnittliche Kennzeichnungskraft zusammen,
genügt bereits ein geringer Grad der Zeichenähnlichkeit, um eine
Verwechslungsgefahr zu bejahen (zB BGH GRUR 2002, 342, 343 - ASTRA/ESTRA-PUREN).
Die drei Faktoren stehen zueinander nicht etwa in einem festen,
quantifizierbaren Verhältnis (aA von Linstow GRUR 1996, 99). Es ist vielmehr
eine Frage des konkreten Falles, welcher Grad des einen Faktors zum
Ausgleich der Schwäche eines anderen Faktors geeignet ist genießen.